
Egal, ob man die Nord -oder Südschleife der Schusteracht befährt: Erste Sehenswürdigkeit am Wege ist das Kloster Preetz. Es wurde im Jahre 1210 als Benediktinerinnen-Kloster gegründet. Man erreicht den Klosterhof über eine gepflasterte Straße, die durch ein Torhaus führt. Von den ursprünglichen Klostergebäuden erhalten geblieben ist noch die Klosterkirche aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Sie gehört zu den schönsten Kunst -und Kulturdenkmälern des Nordens.
Auf dem weiträumigen Klosterhof hatten sich einst die ritterschaftlichen Familien stattliche Häuser für ihre Töchter errichtet. Diese so genannten Konventualinnen-Häuser stammen aus verschiedenen Jahrhunderten.

... ist eine der Attraktionen der Nordschleife. es gilt als die schönste und einheitlichste Hofanlage des späten Barock im Lande. Es wurde durch Ritter im 13. Jahrhundert errichtet. Nach einem Großbrand wurde die Anlage Anfang des 18. Jahrhundert im Stil des Spätbarocks wiederaufgebaut. Es entstanden die einheitlich roten Barocksteinbauten der Scheunen und Ställe mit geschweiften Giebeln, weißen Vierpassblenden sowie kontrastreichen weißen Zierblenden, Zahnschnittkanten und weiteren Verzierungen. Nachdem Hofanlage und Herrenhaus im Jahre 1944 durch Bomben stark beschädigt wurden, ließ der jetzige Besitzer, Kuno Graf zu Rantzau, die Gebäude in den 1960er Jahren restaurieren.

Kurz bevor die Schusteracht in Raisdorf ihren nördlichsten Punkt erreicht, überquert sie im Ortsteil Rosenfeld der Gemeinde Rasdorf den Rosensee, der durch das Aufstauen der Schwentine entstanden ist. Er ist die einzige Talsperre Schleswig-Holsteins. An der Staumauer wurde im Jahre 1909 das Wasserkraftwerk 2 errichtet, welches seinerzeit dem Ingenier Bernhard Howaldt zur Deckung des Strombedarfs seiner Fabriken in Kiel diente. Etwas weiter flussabwärts liegt das Wasserkraftwerk 1 aus dem Jahr 1904. Beide Kraftwerke stehen seit 1994 unter Denkmalschutz.

Am Rande eines kleinen Wäldchens bei den Höfen Neuwühren 1 und 2 auf dem Gebiet Gemeinde Pohnsdorf liegt die Kleine Waldkapelle "Zum ewigen Troste". Sie ist das kleinste Gotteshaus in Schleswig-Holstein. Das ehemalige Spritzenhaus wurde 1882 vom Kloster Preetz für die umliegenden Höfe errichtet. Nach dem Krieg wurde es nicht mehr benutzt und drohte so zu verfallen. Um das Gebäude zu erhalten, wurde das Häuschen in eine Kapelle umgewandelt, die Tag und Nacht geöffnet ist und jedermann die Möglichkeit zur Einkehr bietet.

... liegt zwar etwas abseits der Schusteracht, gehört aber zu den herausragenden architektonischen Sehenswürdigkeiten der Region.
Nach dem Erwerb des Gutes durch den Altonaer Kaufmann Conrad Hinrich Donner (I.) 1830 wurde zunächst nur ein kleines Herrenhaus im klassizistischen Stil nach Plänen des Architekten Matthias Hansen erbaut. Es bildet heute den Nordflügel des des von 1889 bis 1902 von Conrad Hinrich Donner (II.) erheblich erweiterten Herrenhauses.
Der Bauherr wurde 1902 vom preußischen König zum Freiherrn erhoben. Er war mit der Gräfin Bodild von Holstein-Holstenburg verheiratet. Ihr beider Wappen sieht man im Giebeldreieck.
Sehenswert ist auch der Park des Herrenhauses, der bis an die Schwentine reicht
Im März 2005 war das Herrenhaus Bredeneek Gründungsort des Schustertacht e. V..

Im Ortsteil Sophienhof der Gemeinde Schellhorn lohnt es sich, die Schusteracht kurz zu verlassen, um zur Kapelle Sophienhof zu gelangen. Die Kapelle wurde im Jahre 1873 "Dem Wanderer zur Einkehr" errichtet. Da die Lübecker Kaufmannsfamilie Johanssen, die das Gut Mitte des 19. Jahrhunderts gekauft hatte, Handelsbeziehungen in die baltischen Länder unterhielt und dem Bauherrn die dortigen russisch-orthodoxen Kirchen sehr gut gefielen, wählte er für seine Kapelle den Baustiel dieser Kirchen. Heute ist die Kapelle eines der Wahrzeichen von Schellhorn.

Das Gut Wahlstorf ist ein selten gut erhaltenes Beispiel für eine Gutsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Es umfasst ein Herrenhaus, sowie einen landwirtschaftlichen Betrieb, der heute von einer Stiftung bewirtschaftet wird. Das Herrenhaus, eine ehemalige Wasserburg, liegt am Ende einer Lindenallee an der Schwentine und dem Südostufers des Lanker Sees. Es wird von Wassergräben umzogen, die von der Schwentine gespeist werden. Von baugeschichtlicher Beteutung ist das Gut, weil es als eines der ältesten seiner Art noch einen spätmittelalterlichen Baustil in kaum veränderter Form aufweist. Die Wirtschaftsgebäude sind beeindruckende Zeugnisse früher Fachwerkarchitektur.

Gleich hinter dem Gut Wahlstorf verläuft die Schusteracht vorbei am Lanker See und den Kührener Teichen. Beide Gewässer haben eine große Bedeutung als Brut -, Rast -, Mauser -, und Nahrungsgebiet für bedrohte und seltene Vogelarten. Sie gehören zu den größten Sommersammelplätzen für Graugänse im Lande und sind jeweils im Herbst und Frühjahr Schlafplatz für Singschwan und Blessgans. Von einem Holzunterstand aus lassen sich die Wasservögel gut beobachten. Etwas weiter gelangt man zu einer alten Wassermühle, die ehemaligen Höfmühle des Gutes Kühren, die in der heutigen Form aus dem 18. Jahrhundert stammt.